Überörtliche Gemeinschaftspraxis für
Hämatologie und internistische Onkologie
Dr. med. Heike Steiniger, Axel Schneider
Prof. Dr. med. Jochen Schütte & Dr. Gerhard Kummer
Bahnhofstr. 64
46145 Oberhausen-Sterkrade
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Praxis für Hämatologie und Onkologie (Tumorheilkunde) Oberhausen


Team TreppeIm Mai 2015 konnten wir 5-Jähriges Praxisbestehen feiern. Sie finden uns im Zentrum von Oberhausen Sterkrade im 1. und seit 2014 auch 2. Stock des Ärztehauses (Haus 2) oberhalb der Löwen-Apotheke und neben dem Technischen Rathaus.

Bis zur Praxisgründung gab es in Oberhausen keine Praxis ausschließlich für Hämatologie und internistische Onkologie und wir wünschen uns, mit unserem Angebot die wohnortnahe Versorgung der Patienten mit Tumorerkrankungen in Kooperation mit den Hausärzten, den Krankenhäusern und dem Palliativnetz Oberhausen zu verbessern.

Seit dem 01.10.2014 haben wir uns mit der Praxis für Hämatologie und Onkologie in Düsseldorf und Prof. Jochen Schütte zusammengeschlossen. Wir kennen uns seit über 20 Jahren aus der Zusammenarbeit an der Tumorklinik des Uniklinikums Essen und aus Düsseldorf und konnten dadurch unser Beratungsangebot noch einmal erweitern. Seit dem 1.10.2015 hat uns zusätzlich noch Dr. Gerhard Kummer verstärkt, den wir ebenfalls schon seit vielen Jahren aus der gemeinsamen Arbeit an der Uni Essen kennen.

Wir bieten alle Leistungen einer großen hämato-/onkologischen Praxis wie die Diagnostik, Beratung/ Zweitmeinung und Therapie bei Tumorerkrankungen,
Leukämien und Lymphomen oder gutartigen Veränderungen des Blutes. Die Bestimmung von Blutbildern erfolgt mit mehreren Analysegeräten direkt in der Praxis. Wir führen Therapien mit Antikörpern, Chemotherapie, Bluttranfusionen, Immuntherapie, antihormonelle Therapie, Infusionen mit Bisphosphonaten und Schmerztherapie durch.

 

Terminvereinbarung Tel. 0208-970 422-0, FAX. 0208-970 422-29 Mail: praxis@onkologie-oberhausen.de oder
Online einen Termin buchen

(über Samedi.de Wenn Sie einen passenden Termin bei uns gefunden haben, müssen Sie sich im letzten Schritt mit Namen, Vornamen, Ihrer E-Mail-Adresse und wenn gewünscht Mobil-Tel.Nr. registrieren. Wenn Sie nach der Krankenkasse gefragt werden, können eine beliebige Kasse auswählen. Die Angabe wird nicht ausgewertet.)

 


Methadon in der Tumortherapie.

Plusminus hat im April 2017 über die mögliche Wirksamkeit von Methadon bei Tumorerkrankungen berichtet. Der Untertitel "Warum ein preiswertes Mittel für Krebspatienten nicht erforscht wird" hat Hoffnung bei vielen Patienten erweckt. Diese Aussage gilt aber nicht nur für Methadon sondern für alle Medikamente, deren Patentschutz schon abgelaufen ist.

Studien mit solchen Medikamenten werden meist nicht mehr von Pharmafirmen finanziert, da nicht nur die forschende Firma sondern auch alle Mitbewerber von möglichen Erkenntnissen aus einer solchen Studie profitieren würden. Wenn sich aber nach Ablauf des Patentschutzes Hinweise auf eine Wirksamkeit eines bekannten Arzneimittels bei einer bisher nicht als Anwendungsbereich bekannten Erkrankung ergeben, wird die Anwendung meist im Rahmen von Studien, die von den behandelnden Ärzten initiiert werden, weiter erforscht. Ein Beispiel für eine solche Anwendung ist ASS (Aspirin), dessen Patentschutz als Schmerzmedikament schon viele Jahrzehnte abgelaufen war, das aber später trotz eines Preises von weniger als 2 Euro für 100 Tabletten als Standardmedikament nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall eingeführt wurde. Ein weiterentwickeltes Medikament (Clopidogrel) wurde in der Folge auch finanziell erfolgreich vermarktet.
In der Tumortherapie wurde z.B. für Thalidomid - das für den Contergan-Skandal verantwortliche Medikament - Jahrzehnte später eine Wirksamkeit für Menschen mit einem multiplen Myelom (Plasmozytom) nachgewiesen und für viele Jahre von der damals verantwortlichen Firma kostenlos für Patienten zur Verfügung gestellt. Eine Weiterentwicklung des Präparats (Lenalidomid) mit weniger neurologischen Nebenwirkungen wurde dann in der Folge von einer anderen Firma auch hier ausgesprochen gewinnbringend verkauft.
Bei Hinweis auf eine Wirksamkeit eines Medikaments nach Patentablauf bestehen also durchaus auch - aber nicht nur - in kommerzieller Hinsicht Interessen und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung einer neuen Behandlungsmöglichkeit. Ohne Zweifel wäre eine größere Anzahl solcher behandlerinitiierten Studien wünschenswert, die durch die letzten Arzneimittelrechtsreformen deutlich erschwert wurden und für deren Finanzierung es außerhalb der Universitätsbudgets zu wenige Mittel gibt.

Die bei Plusminus zitierte Studie vom März 2017 bezieht sich auf 27 rückblickend untersuchte Patienten mit einem Hirntumor (Gliom °II-IV). Die Patienten erhielten 2,5mg D,L-Methadon 2x/Tag. Die Dosis wurde alle 3-5 Tage um 2,5mg bis zu einer Maximaldosis von 15-35mg /Tag gesteigert. Wegen der zu geringen Patientenzahl konnte kein signifikanter Unterschied zwischen zusätzlich mit Methadon behandelten Patienten und denen die die Standardtherapie erhielten festgestellt werden. Bei den wenigen untersuchten Patienten gab es keinen Hinweis auf einen schädlichen Effekt von Methadon und die Kombination mit der Chemotherapie (Temozolomid) war möglich. Die Autoren, zu denen auch die im Plusminus Bericht gezeigte Forscherin aus Ulm gehört, schlussfolgern, dass es aktuell keinen Nachweis einer Wirksamkeit von D,L Methadon beim Gliom gibt. Eine randomisierte Studie wäre zur Klärung wünschenswert.

Die Hinweise aus dieser Studie wurden aufgegriffen. In den USA wird Methadon häufiger als in Deutschland zur Schmerztherapie bei Tumorpatienten eingesetzt. Am MD Anderson Cancer Center wurden in einer Auswertung retrospektiv Patienten mit einer Tumorerkrankung, bei denen die Schmerzmedikation auf Methadon umgestellt wurde, verglichen mit Patienten, die ein anderes Opioid erhielten. Bei insgesamt 164 Patienten ergab die Untersuchung keinen signifikanten Unterschied im Gesamtüberleben.

Studien zur Behandlung von Patienten mit häufigen soliden Tumoren wie Lungenkrebs, Brustkrebs, Darmtumoren, Prostata-Karzinom uvm. gibt es entgegen dem im Plusminus Bericht erweckten Eindruck nicht. Aussagen bezogen sich im Bericht jeweils nur auf Erkrankungsverläufe bei einzelnen Patienten die gleichzeitig auch eine normale Chemotherapie erhalten hatten. Hier war dann naturgemäß nicht zu klären, ob das Ansprechen ohne Methadon anders gewesen wäre.

Die Sicherheit von Methadon ist schlechter als die anderer Opioide. In einer Studie wurden knapp 39.000 Schmerzpatienten ohne Tumorerkrankung und Behandlung mit Methadon bzw. einem anderen Opioid verglichen. Die Methadon-Patienten hatten ein knapp 1,5x so hohes Sterberisiko im Vergleich zu den mit einem anderen Opioid behandelten Patienten, was u.U. an der schlechteren Steuerbarkeit der Dosierung, vermehrten Interaktionen mit anderen Medikamenten oder dem erhöhten Risiko für Herzrhythmusstörungen zumindest bei hohen Methadon-Dosierungen liegen könnte.

Insgesamt ist damit zumindest für Patienten die kein Opioid als Schmerzmedikation brauchen außerhalb von Studien bzw. bis zum Vorliegen von Studien die Medikation mit Methadon nicht zu empfehlen, da nach aktueller Datenlage der mögliche Schaden den möglichen Nutzen überwiegen könnte.

Stellungnahme der DGHO

 

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ÄrztezentrumHäufige Fragen:
- Was ist Onkologie und Hämatologie?
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- Sind Metastasen heilbar?
- Sind Tumorerkrankungen vererbbar?

- Kann ich mein Krebsrisiko z.B. durch Ernährungs-umstellung oder Nahrungsergänzungsmittel senken?
- Kann man nachdem ein Tumor operiert wurde noch zusätzlich etwas tun?
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- In den Medien hört man von einer besonders genauen Bestrahlungsmethode die z.B. in Heidelberg angeboten wird. Könnte mir das weiterhelfen?
- In der Zeitung wird von einer zielgerichteten Therapie z.B. bei Lungenkrebs durch die Uniklinik Köln berichtet. Kann ich das auch bekommen?
- Sind Bluttransfusionen schädlich ("Böses Blut")?

 
Dr. med. Heike Steiniger, Axel Schneider, Prof. Dr. med. Jochen Schütte und Dr. Gerhard Kummer
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